Herzlich Willkommen

Mein Name ist Hans-Jürgen Zacher. Seit mehr als 50 Jahren beschäftige ich mich mit der deutsch-jüdischen Geschichte im Allgemeinen und mit dem Blick auf die Stadt Werl im Besonderen. Wenn Sie mehr über meinen Werdegang erfahren möchten, klicken Sie bitte hier.

 

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen einen Überblick über mein Schaffen geben. Scrollen oder wischen Sie dafür einfach nach unten.

Ich freue mich, wenn Sie Interesse an einer gemeinsamen Veranstaltung haben – nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf!

Termine

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind derzeit leider keine Präsenz-Veranstaltungen plan- bzw. durchführbar. Auf anderweitige Aktivitäten werde ich an dieser Stelle rechtzeitig hinweisen.

30. Januar 2019, 19 Uhr
Konrad Adenauer Realschule Hamm-Rhynern

Lesung: Marlenes Bilder – Das Vermächtnis eines Häftlings

Musikalische Begleitung: „gute fraynd“

Eintritt frei. Um Spenden am Ausgang wird gebeten.

 

1. Februar 2019, 10:20 Uhr
Gesamtschule Fröndenberg

Vern – Ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund

 

1. Februar 2019, 19 Uhr
Bonifatius-Buchhandlung Dortmund

Lesung: Marlenes Bilder – Das Vermächtnis eines Häftlings

Musikalische Begleitung: Peter Sturm

Eintritt frei

 

7. Februar 2019, 19 Uhr
Bergkirche – Gemeindehaus

Lesung: Marlenes Bilder – Das Vermächtnis eines Häftlings

In Kooperation mit der christlich-jüdischen Zusammenarbeit Osnabrück

Eintritt frei

 

15. Februar 2019, 19 Uhr
Cafe Paradies Soest

„Ein Freund – ein guter Freund“

Musikalische Begleitung: „gute fraynd“

 

26. Februar 2019, 19 Uhr
VHS Hamm

Lesung: Marlenes Bilder – Das Vermächtnis eines Häftlings

Musikalische Begleitung: Hermann Schiefer

 

22. März 2019, 19 Uhr
Fritz Winter Gesamtschule Ahlen (im Rahmen der Bibelnacht)

Vern – Ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund

 

26. März 2019, 19 Uhr
Wickeder Bürgerhaus, Wickede/Ruhr

Lesung: Vern – Ich suchte einen Freund

Musikalische Begleitung: Hermann Schiefer

Eintritt 5 Euro

 

4. April 2019, 19 Uhr

Vern – Ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund

 

6. Juni 2019
Steinwache Dortmund, 19 Uhr

Lesung: Marlenes Bilder – Das Vermächtnis eines Häftlings

Musikalische Begleitung: Hermann Schiefer

 

22. Juni 2019, 11-13 Uhr
Evangelischer Kirchentag 2019
Heilig-Kreuz-Kirche, Dortmund

Lesung: Marlenes Bilder – Das Vermächtnis eines Häftlings

Musikalische Begleitung: „gute fraynd“ (Band-Trio)

 

20. September 2019
Volkshochschule Werl, 18.30 Uhr

Lange Nacht der Vollkshochschulen

100 Jahre Wissen teilen.

Viele Volkshochschulen blicken in diesem Jahr auf eine hundertjährige Geschichte zurück. Von Anfang an haben sie es sich zum Ziel gesetzt, mit ihren Angeboten am „Puls der Zeit“ zu sein. Welche Themen haben die Menschen vor hundert Jahren bewegt und was beschäftigt sie heute? An diesem Abend wollen wir uns auf eine musikalische Zeitreise begeben und den Sorgen, Freuden und Hoffnungen der Menschen in den vergangen Jahrzehnten nachspüren. Lieder und Schlager der verschiedenen Epochen werden uns auf der Zeitreise begleiten und können gern mitgesungen werden.

Ihre Reisebegleiter sind Hans-Jürgen Zacher (Erzählung) und Hermann Schiefer (Musik)

 

14. 2. 2020
Stadtbücherei Werl, 19.30 – 21.30 Uhr

Den Valentinstag mal anders erleben
Eine musikalisch-poetische Reise: Liebe, Vertrauen, Zärtlichkeit 

Musikalische Begleitung: Hermann Schiefer
Veranstalter: VHS Werl Wickede/Ruhr Ense und die Stadtbücherei Werl

Eintritt 12 Euro
Im Preis enthalten ist ein Glas Wein oder Mineralwasser

 

7. 2. 2020
Kolpingfamilie Dortmund-Wellinghofen, 18.30 Uhr

„Ein Freund, ein guter Freund“

Musikalische Begleitung: Hermann Schiefer

 

27. Januar 2020
Mariengymnasium Werl, Werner Halle Aula, 9.45 Uhr

Gedenkveranstaltung: Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren – Aufstand der Zwangsarbeiterinnen der Union im Oktober 1944

Vorführung eines Dokumentarfilms und Vortrag mit anschließender Diskussion. Kooperationsveranstaltung der VHS Werl Wickede/Ruhr Ense und dem Mariengymnasium Werl

Aktuelles

Beitrag über Heinz-Dietrich Feldheim in der WDR Lokalzeit

(veröffentlicht am 27.04.2021)

Überraschendes Wiedersehen von Heinz-Dietrich Feldheim

Mein Gespräch mit dem Zeit- und Zweitzeugen-Projekt

(veröffentlicht am 01.03.2021)

Wer mich und meine Arbeit kennt, weiß, dass mir Heinz-Dietrich Feldheim bis heute in gewisser Weise ein Rätsel geblieben ist. Wie kann ein Mensch 14 Monate im Dunkelbunker überstehen? Körperlich, vor allem aber auch mental? Die Antwort? Mindestens ebenso interessant wie faszinierend: Marlenes Bilder.

Für mich sehr erfreulich und gefühlt an ein Wunder grenzend kommt Heinz-Dietrich Feldheim jetzt, über 20 Jahre nach seinem Tod, das gleichzeitig das Jahr ist, in dem Marlene Dietrich 120 Jahre alt geworden wäre, nun noch einmal persönlich zu Wort. Der Grund: 1992 trafen Barbara Keimer und Gerd Kuhlke im Rahmen ihres Projekts Zeit- und Zweitzeugen Heinz-Dietrich Feldheim in seiner Wohnung in München und zeichneten dieses Gespräch auf Video auf.

Im letzen Jahr nahmen beide dann mit mir Kontakt auf, weil sie zwischenzeitlich auf meine Arbeit mit Feldheim aufmerksam wurden. Ich kannte Barbara Keimer und Gerd Kuhlke und auch ihre Arbeit bis dahin nicht. Umso mehr freut mich, dass ich nun von ihnen gefunden wurde. Gemeinsam wagten wir das folgende Experiment:

Leihgabe Dorsten

(veröffentlicht 19.12.2018)
Für die Wanderausstellung "MARLENE DIETRICH: DIE DIVA. IHRE UNTERHALTUNG. UND DIE NAZIS" im Jüdischen Museum Westfalen habe ich vom 13. Dezember 2018 bis 13. Januar 2019 den besonderen Nachlass von Dr. Heinz-Dietrich Feldheim ausgeliehen. Drei signierte Fotos und ein persönliches Schreiben von Marlene Dietrich, sowie die Unterlagen aus den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald. Fast vierzehn Monate war Feldheim im Isolier- und Dunkelbunker in Dachau. Die Hoffnung, einmal Marlene Dietrich zu sehen, hat ihm die unvolllstellbare Kraft gegeben, diese Zeit durchzuhalten. Marlene Dietrich zeigt in einem persönlichen Schreiben an Feldheim ihr großes Mitgefühl für das Schicksal dieses Mannes Siehe hierzu mein Buch: Marlenes Bilder Das Vermäctnis eines Häftlings

(... weitere Informationen)

"Leben wollt ich"

(veröffentlicht 25.10.2018)
Zur Erinnerung an den 80. Jahrestag der Pogromnacht vom 9. November 1938 wird Dr. Hans-Jürgen Zacher der Stadt Werl am 10. November 2018 um 11:30 Uhr eine Graphit-Zeichnung des letzten Synagogenvorstehers der jüdischen Gemeinde Werl, Max Halle, schenken.

(... weitere Informationen)

Buchvorstellung "Marlenes Bilder"

(veröffentlicht 24.8.2018)
Im Rahmen der 800-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Werl wird Hans-Jürgen Zacher sein unlängst erschienenes neues Buch "Marlenes Bilder" in der Aula des Ursulinengymnasiums vor circa 400 Gästen – und damit ausverkauften Haus – vorstellen.

Besondere Geschichten

Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder besondere Menschen kennengelernt und mit ihnen oder durch sie auch besondere Erlebnisse gehabt. An dieser Stelle möchte ich einige, ausgewählte Geschichten vorstellen. Sie alle haben mich in einem Maße beeindruckt, das mich bis zum heutigen Tage in meinem Handeln prägt.

Am 7. Juli 1990 reiste ich nach Israel. Zuvor hatte ich eine Sendung über Zwangsarbeiterinnen in Auschwitz im WDR gesehen. Darin wurde gezeigt, dass am 7. Oktober 1944 ein Aufstand mutiger Häftlinge des Sonderkommandos in Auschwitz Birkenau stattfand, bei dem das Krematorium IV in Brand gesetzt und drei SS-Männer getötet wurden. Zwangsverpflichtete Frauen des Union Kommandos hatten den Sprengstoff „herausgeschmuggelt“. Roza Robota, die diesen Pulverschmuggel leitend organisiert hatte, wurde drei Wochen vor der Befreiung Auschwitz, mit Ella Gärtner, Regina Saphirstein und Toszka (Nachname nicht genau bekannt) aufgehängt. Hertha Fuchs-Ligeti, die auch an den Vorbereitungen des Anschlags beteiligt war, musste mit ansehen, wie ihre Freundinnen ermordet wurden.

Nach Aussagen des WDR würde Frau Fuchs-Ligeti in Isreal leben. Ich war über diesen Bericht so erschüttert, dass ich mir vornahm, diese Frau zu finden, falls sie noch leben sollte. Ich machte mich auf die Reise nach Israel. Mit Hilfe eines Freundes dort konnte ihre Adresse ermittelt werden. Nach einem langen Telefongespräch willigte Frau Fuchs-Ligeti ein – und ich durfte sie am 12. Juli 1990 in ihrer Wohnung in Kiryat Yam besuchen.

Über Stunden erzählte sie, dass sie im Untergrund gegen die Nazis gearbeitet habe und von einem Freund verraten wurde. Am 15. Mai 1944 wurde sie nach Auschwitz deportiert und musste Zwangsarbeit für die Union leisten. „Ich musste Munition herstellen, erzeugte Zünder für die Wehrmacht. Wir waren so wütend auf die Nazis und schmuggelten Sprengstoff in kleinen Packerln (Päckchen) raus.“ Dieser Tag, an dem Frau Ligeti so erschütternd von ihrer Zwangsarbeit in Auschwitz, der Ermordung ihrer Freundinnen und auch ihrer Zeit nach der Befreiung erzählte, werden für mich unvergesslich bleiben.

Widmung von Hertha Fuchs-Legeti für Hans-Jürgen Zacher

Eine Zeitung hatte mich gebeten, einen Bericht über „Mein Buch des Jahrhunderts zu schreiben. Folgende Zeilen von mir wurden veröffentlicht:

Gute Musikstücke und gute Bücher haben für mich eines gemeinsam, sie gefallen mir immer besser, je länger und intensiver ich mich damit beschäftige und je älter ich werde. Sie sind für mich unverzichtbar, sind Begleiter, gehören zu mir, sind Teil meines Lebens. An dieser Stelle zu sagen, dieses Buch sei mein Buch des Jahrhunderts ist unmöglich. Nach reiflicher Überlegung möchte ich aber auf das für mich wohl wichtigste Buch eingehen.

Eberhard Bethge:
Dietrich Bonhoeffer: eine Biographie
Gütersloh: Kaiser 1994

Für meine Wahl war nicht nur der Inhalt des Buches entscheidend, sondern auch eine damit verbundene Geschichte, die ich vor einigen Jahren erlebte. Eine Schülerin musste die Wahl zwischen einer schulischen Verpflichtung und einem ausserunterrichtlichen Projekt treffen, dass ihr auch wichtig war und sie in besonderer Weise berührte. Der Entschluss fiel ihr nicht leicht, aber er sollte ihre Berufs- und Lebensplanung beeinflussen.

1995 beabsichtigten einige Schülerinnen und Schüler an einem Schülerwettbewerb zum Thema Gewalt überwinden teilzunehmen und baten, mich die Betreuung zu übernehmen. Bei den Vorgesprächen in der Gruppe tauchte die Frage auf: „Welche Personen haben Gewalt überwunden?“ Es wurden die Namen Dietrich Bonhoeffer, Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Jesus Christus genannt. Die Schüler und Schülerinnen kamen zu dem Ergebnis, dem Leben Dietrich Bonhoeffers genauer nachzugehen und schrieben an den Bonhoeffer Biographen Prof. Dr. Bethge mit der Bitte, uns bei dieser Arbeit zu helfen..

Zur großen Überraschung bekamen wir nicht nur eine Antwort auf den Brief, sondern eine Einladung des damals 83jährigen in sein Haus in Villiprott. Bereits einige Tage vor dem festgelegten Termin teilte mir eine Schülerin mit, dass sie Bedenken habe mitzufahren, da sie zwei Tage nach dem Treffen ihre Abiturklausur im Fach Mathematik schreiben müsse. Diese Arbeit war für die zielstrebige Schülerin sehr wichtig, da sie sich ein sehr gutes Ergebnis erhoffte. Anstatt ihre Zeit mit einem Interview zu verbringen, wollte sie lieber die Zeit nutzen, um sich vorzubereiten. Aber es kam ganz anders! Sie entschied sich doch mitzufahren.

Der nur kurz geplante Aufenthalt belief sich schließlich auf über vier Stunden und die bevorstehende Mathematikklausur geriet immer mehr in den Hintergrund. Nicht nur für die besagte Schülerin, sondern für uns alle wurde dieser Nachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis. So erhielten wir interessante Informationen aus erster Hand, sahen private und unveröffentlichte Fotos und lasen Originalbriefe von Dietrich Bonhoeffer. Zum Abschied schenkte Prof. Bethge allen Besuchern ein Buch und so kam ich zu der bereits erwähnten Biographie über das Leben Dietrich Bonhoeffers.

In diesem Buch wird das Leben Dietrich Bonhoeffers (1906-1945) beschrieben, einem der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts, der mutig wie nur wenige Christen dem Nationalsozialismus die Stirn zeigte. „Als Sohn einer Professorenfamilie geboren, welche die besten Traditionen deutschen Bürgertums verkörperte, machte er die Theologie zu seiner Lebensaufgabe.“ Schon sehr früh durchschaute Bonhoeffer die nationalsozialistische Ideologie, wurde Gegner der Deutschen Christen und warnte bereits 1933 vor der Pervertierung des Evangeliums durch die Nationalsozialisten. So schreibt Bethge: „Bonhoeffer gehörte zu den sehr wenigen, die bereits zur Zeit der staatlichen Ariergesetzgebung vom 7. April 1933 am Schreibtisch saßen und Thesen über die Konsequenzen in staatlicher und kirchlicher Hinsicht erarbeiteten. Vielleicht war er sogar der erste, der diese Sache zum Kernproblem des bevorstehenden Kampfes erhob.“

Bonhoeffer nimmt die Kirche in die Verantwortung und fordert christliches Handeln indem er feststellt: „Die Kirche ist den Opfern jeder Gesellschaftsordnung in unbedingter Weise verpflichtet, auch wenn sie nicht der christlichen Gemeinde angehören.“ Er sagt, man solle dem „Rad selbst in die Speichen fallen“ und fordert somit zum aktiven politischen Handeln auf. Konsequent und sehr mutig folgert Bonhoeffer wenige Monate später, im August 1933, „dass man einer Kirche nicht mehr angehören kann, die Juden ausschließt.“

Bonhoeffers, in mehreren Stufen verlaufendende Widerstand gegen den Nationalsozialismus endete in zunehmender Einsamkeit. Seinen engagierten Einsatz musste er im Alter von 39 Jahren kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, mit dem Leben bezahlen. Er wurde am 9. April 1945 in Flossenbürg erhängt. Die Verzahnung von Leben und Lebensschicksal unter schwierigsten politischen Verhältnissen macht diese Biographie von Bethge zu einem einzigartigen und unbedingt lesenswerten Ereignis. Die Wirklichkeit des aktiven Widerstandes, Hoffnungen, Entscheidungen, Zweifel und Enttäuschungen werden beschrieben. Ein besonderes Buch über das außergewöhnliche Leben eines glaubwürdigen Christen.

Die über 1000 Seiten des Buches mögen vielleicht auf den einen oder anderen Leser zu Anfang erschreckend wirken, jedoch lässt die äußerst präzise und spannende Geschichte über die Persönlichkeit und das Schicksal Bonhoeffers keinerlei Langeweile aufkommen. Hier wird die bewegende Lebensgeschichte von einem Freund und Kenner geschrieben, der Bonhoeffer die letzten 10 Jahre seines Lebens begleitete und 1943 Renate Schleicher, die Tochter einer Schwester Bonhoeffers heiratete. Auch nach der Verhaftung Bonhoeffers konnte Bethge den Kontakt noch aufrechterhalten. Erst durch seine eigene Verhaftung wurde er im Oktober 1944 unterbrochen.
Nicht nur die enge Freundschaft, sondern auch persönliche Papiere und Dokumente, insbesondere der gesamte theologische Nachlass Bonhoeffers, sind Grundlage für diese umfangreiche Arbeit, die einen vertiefenden Einblick in die Lebenswelt eines großen Deutschen aufzeigt und Geschichtsbuch und Biographie in einem ist. Dieses Buch verdient eine besondere Würdigung und Aufmerksamkeit.

Übrigens ist zu der bereits erwähnten Schülerin zu sagen, dass sie die Entscheidung für den Besuch nie bereut hat, wie sie später sagte. Sie konnte zwei Nächte kaum schlafen, da sie von den emotionalen Gesprächen sehr berührt war. Trotzdem wurde sie als beste Abiturientin ihrer Jahrgangsstufe ausgezeichnet. Die intensive Beschäftigung mit dem Leben Bonhoeffers und insbesondere der Nachmittag haben die Schülerin aber in besonderer Weise geprägt. So studierte sie nicht nur Mathematik, sondern auch Theologie. Heute hat sie ein abgeschlossenes Mathematik und Theologiestudium.

Hans-Jürgen Zacher bei Eberhard Bethge

Meine Bücher

Im Rahmen meiner Aktivitäten sind mehrere Bücher entstanden. Klicken oder tippen Sie auf eines der Cover, um sich Details anzusehen oder das Buch zu bestellen. Wenn Sie direkt bei mir bestellen, schicke ich Ihnen das Buch für Sie versandkostenfrei und auf Wunsch gerne mit Widmung zu.

Marlenes Bilder – Die Geschichte eines Häftlings (2018)
Vern (2005)
Die Synagogengemeinde Werl von 1847 bis 1941 (2010)

Weitere Veröffentlichungen

Während meines Berufslebens habe ich zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze veröffentlicht. Einige davon habe ich Ihnen auf dieser Seite zum Download und Nachlesen zusammengestellt.

Meine Veranstaltungen

Hier bekommen Sie einen kleinen Einblick in mein Schaffen auf der Bühne und vor Publikum.

Mein aktuelles Programm: Ein Freund, ein guter Freund

„Ein Freund, ein guter Freund“ sang schon Heinz Rühmann zu einer Zeit, als viele Menschen, Juden, aber auch Deutsche, bald nicht viel mehr übrig behielten als ihre Freundschaften. Was zeichnet Freundschaft aus? Wie entsteht sie? Was bedroht sie? Wie weit geht man dafür? Was bleibt von ihnen? Was bleibt von dir?

Am Beispiel ausgewählter jüdischer Biographien erinnert Hans-Jürgen Zacher an Persönlichkeiten, die im Leben vieler Mitmenschen eine besondere Bedeutung hatten und haben, auch wenn man sie nie persönlich kennengelernt hat und über deren Schicksal uns wenig bekannt ist. Konkret geht es um den Schauspieler Kurt Gerron („Die drei von Tankstelle“, „Der blaue Engel“), die Autorin Else Ury („Nesthäkchen“) und die Comedian Harmonists („Mein kleiner grüner Kaktus“). Nach der Pause wird es dann persönlicher: Zacher erzählt über die Schicksale seiner engen Freunde „Vern“ und „Feldheim“, und stellt sich und seinem Publikum die Frage, was bleibt eigentlich von einer Freundschaft, wenn ein Freund gegangen ist.

Erzählt im Kontext der realen Lebensbedingungen im Nationalsozialismus, vermittelt der ehemalige Lehrer Hans-Jürgen Zacher auf leichte, einfühlsame und lehrreiche Weise seinen Zuhörern den Wert von Freundschaft.

 

Oranisatorisches:

Mein Programm biete ich in drei organisatorischen Varianten an: Die Abendveranstaltung, die Schulveranstaltung während des bzw. im Unterricht sowie eine Kombination aus Abend- und Schulveranstaltung, bei dem entweder am Vormittag und Abend desselben Tages oder am Abend und Vormittag des Folgetages beide Veranstaltungsformate zum Einsatz kommen. Darüber ergibt sich häufig die Möglichkeit, die Kosten für die Durchführung der Veranstaltung(en) entsprechend aufzuteilen und ggf. durch Eintrittseinnahmen zusätzlich abzufedern. Der Preis für eine Veranstaltung setzt sich aus einer Pauschale sowie Fahrtkosten und ggf. Unterbringungskosten zusammen. Die Details besprechen wir am besten persönlich.

  • Abendveranstaltung:
    ca. 90 Minuten mit Pause
    Musikalische Begleitung auf Anfrage
  • Schulveranstaltung:
    2 Schulstunden + Nachgespräch
    ab 13 Jahren
    auch jahrgangsübergreifend möglich

Wenn Sie Interesse an einer gemeinsamen Veranstaltung haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf. 

"Meine" Künstler

Im Laufe der Jahre habe ich mit vielen anderen Künstlern zusammenarbeiten dürfen, darunter Sänger, Maler, Fotografen. Durch diese gemeinsame Arbeit ist ein Netzwerk entstanden, das heute in unterschiedlichen Kombinationen und Zusammenhängen immer wieder gemeinsam auf die Bühne geht.

 

Nebenstehend kommen einige von Ihnen zu Wort. Gleichzeitig finden Sie die Möglichkeit, sich weitergehend über Sie zu informieren oder direkt mit Ihnen in Kontakt zu treten.

Hermann Schiefer, Musiker

"Mit Hans-Jürgen teile ich das Mitgefühl gegenüber Menschen, die Unrecht erlitten haben. Außerdem verbindet uns die Freude an jiddischer Musik und an alten Schlagern und Liebesliedern.”

Peter Sturm, Musiker aus Dortmund

"Seit ca. 10 Jahren bin ich mit Hans-Jürgen Zacher befreundet. Uns verbindet beide eine Liebe zur jüdischen (Musik)Kultur und das Wissen um die Bedeutung deutscher Vergangenheits-Bewältigung. Aus diesem Grunde kam es schon viele Male zu gemeinsamen Musik-Lese-Projekten, bei denen Zacher meist seine Bücher vorstellte und ich musikalisch mit Klezmer, oder jüdischen Liedern ihn begleitete."

"gute fraynd" – Band-Trio

"Was uns als Musiker an den Liedern in jiddischer Sprache begeistert ist diese besondere Melange aus jauchzender Fröhlichkeit und tiefer Traurigkeit in den Melodien und in den Texten, die von den kleinen Sorgen und großen Beschwernissen des Alltags erzählen. Da unzählige jüdische Menschen sowohl in den Pogromen der Vergangenheit als auch in gewalttätigen Übergrifen der Gegenwart immer wieder unter Hass und Verachtung zu leiden hatten und noch immer leiden, möchten wir die Schönheit dieser Kultur aufzeigen und für Mitmenschlichkeit und Verständigung eintreten. Das verbindet uns mit der Arbeit von Hans-Jürgen Zacher."

Presse

Über mein Schaffen hat immer wieder auch die lokale und regionale Presse berichtet. Nachfolgend eine Auswahl:

Einmal im Leben Marlene Dietrich sehen. Dieser Gedanke war immer im Kopf des jungen Heinz Dietrich Feldheim in diesen 14 Monaten im Isolations- und Dunkelhaft im Konzentrationslager Dachau. Der Dortmunder […] Feldheim überlebt das Konzentrationslager und die Nazi-Diktatur. Und schreibt Marlene Dietrich: Dieser Frau, die ihn in all den Monaten nicht hat aufgeben lassen. ‚Marlene hat mir das Leben gerettet.‘ So wird er es Jahrzehnte später Hans-Jürgen Zacher erzählen.

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Wer mit Hans-Jürgen Zacher ins Gespräch kommt, muss keine Pausen fürchten. Aus dem Energie geladenen Mann sprudelt es hervor. […] Zacher sucht unablässig, findet eine jüdische Spur, die von Werl nach London führt. Er stößt auf Werner Halle, der liebevoll ‚Vern‘ genannt wird. Dann erzählt er Verne Geschichte. […] Am Ende einer solchen Erzählung hebt Zacher den Blick, sucht Kontakt zum Gegenüber; die unausgesprochene Frage: Kann ein solches Schicksal ungerührt lassen? Kann es nicht.

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„Heimlich schoben Frauen sich Sprengstoff in ihre Schlüpfer. Mit dem aus der Firma Union geschmuggelten Pulver jagte heute vor 70 Jahren ein Sonderkommando in Auschwitz-Birkenau eines von vier Krematorien in die Luft. Was sich anhört wie Stoff für einen Thriller, steht im Mittelpunkt des zehnten Pogromgedenkens. Zu diesem ist der Werler Autor Hans-Jürgen Zacher zu Gast und berichtet über sein Gespräch mit Hertha Fuchs-Ligeti über die Vorfälle rund um das sogenannte Union-Kommando.“

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„Zacher redet meist frei. Und auch dabei ist er – zum einen wegen seiner angenehmen Stimme, zum anderen wegen des Inhalts und der Qualität seiner Worte so ‚echt‘, dass man gern mit ihm auf der Spur seiner Gedanken und Gefühle bleibt, auch wenn das Thema kein ’schönes‘ ist.“

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„Der Lehrer Hans-Jürgen Zacher, angeregt durch seine Dissertation über die Gemeinde der Synagoge, von der es nicht einmal mehr ein Bild gibt, macht sich auf die Suche nach dem vielleicht einzigen Überlebenden, der mit acht Jahre auf einen Kindertransport geschickt wurde. Und er findet ihn nach eineinhalb Jahren als alten Mann, der sich Vern nennt, in London. Es ist vor allem die Nüchternheit, die Zurückhaltung und die Genauigkeit, mit der Zacher die Geschichte erzählt, die die Figuren unmittelbar lebendig werden lässt: Wie Vern sich anfangs sträubt, weil er seine Kindheit in sich begraben hat, und nichts erzählen kann. Wie er dann eines Nachts doch beginnt, sich zu erinnern, und wie aus Vern allmählich Werner wird […] Selten wird die Geschichte der Verfolgung der Juden im Dritten Reich anschaulicher […].“

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„Und das jüngste Werk der anerkannten Künstlerin aus Unna zeigt eben Max Halle, den letzten Vorsteher der Synagogen-Gemeinde in Werl, um das Jahr 1938 herum, drei Jahre vor seinem Tode […] Und in sehr intensiven Gesprächen trieben die Künstlerin und der Historiker [Zacher] das einmalige Projekt voran, das nicht etwa eine ‚pädagogische Aufgabe‘ sein, sondern den ‚Schmerz und die Scham mit dem Blick auf die Opfer des Nationalsozialismus‘ zum Ausdruck bringen soll.

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„Das Leben selbst schreibt die besten Geschichten – die lustigsten, die traurigsten, die spannendsten. Was oft genug fehlt, um diese Geschichten für anderen Menschen erfahrbar zu machen, ist ein Erzähler wie Hans-Jürgen Zacher.“ 

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„In eigener Initiative wandte sich [Hans-Jürgen Zacher] an das Gymnasium: ‚Es könnte dort noch das Abgangszeugnis von Werner Halle liegen. Es wurde nie ausgehändigt.‘ Oberstudiendirektor Jürgen Drepper wurde tatsächlich fündig. Der Schulleiter übergab Zacher [eine Kopie …] Bewegt [nahm] Werner Halle in London sein [Abschlusszeugnis entgegen].“

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